Die Gärtnerei am Auenhof

Gemüse, Kräuter und noch einiges mehr

Wir sind ein Team aus GärtnerInnen/SozialtherapeutInnen und etwa 18 MitarbeiterInnen mit Assistenzbedarf.  Auf den Äckern, die den Auenhof umgeben, bauen wir auf etwa 3 ha Freilandfläche verschiedenes Gemüse an. Außerdem gibt es Kartoffeln, einige Folienhäuser, in Zukunft Hühner und eine schlagkräftige und lautstarke Gruppe Laufenten, die für die Vertilgung der Schnecken zuständig sind. Besonders hervorzuheben sind die leckeren Tee- und Gewürzkreationen aus dem Kräutergarten.

 

Wie findet man die Gärtnerei

Die Gärtnerei befindet sich von Bauschlott kommend auf der linken Seite des Auweg hinter dem Café, also gegenüber vom „übrigen“ Auenhof.

Auf der dortigen Hofstelle soll in den nächsten Jahren einiges an baulichen Maßnahmen passieren, um in die alten Scheunen- und Stallgebäude, die auch jetzt schon gärtnerisch genutzt werden,  angenehme Arbeits- und Aufenthaltsräume, eine schlagkräftige Gemüseaufbereitung, teilweise gekühlte Lagerräume und einen Gemüseverkauf zu zaubern.

Läuft man von Café und Gärtnerei den Auweg ca. 100 m weiter, kann man nach rechts in die landwirtschaftliche Hofstelle einbiegen, auf den Feldern links wächst unser Gemüse. Der Kuhstall ist nun von unserem „Nachbarn“ in Ölbronn, dem Spatzenhof gepachtet, welcher nach Biolandrichtlinien wirtschaftet.

Der Anbau

Da man auf einer Fläche nicht nur Gemüse anbauen sollte, nutzen wir einen Teil der Äcker gemeinsam mit dem Spatzenhof, so dass sich der Boden unter dem Kleegras für die Kühe von dem anstrengenden Gärtnerei - Dasein erholen und neue Kräfte sammeln kann. So haben wir in unserer Fruchtfolge  nach drei Jahren immer ein zweijähriges Kleegras eingeplant, welches für die Kühe abgemäht wird. Der Klee sammelt als Leguminose (Schmetterlingsblütler) den Stickstoff (wichtigster Pflanzennährstoff) aus der Luft und lockert mit seinem Wurzeln den Boden. Einen ähnlichen Effekt haben regelmäßig angebaute Zwischenfrüchte. Als „Gegenleistung“ für das Futter erhalten wir Kuhmist, der mit den biologisch – dynamischen Präparaten versehen und kompostiert vor allem den stark zehrenden Kulturen, wie Kohl oder Lauch zugute kommt. Die Gemüseflächen werden nach den Richtlinien des Demeterverbandes bewirtschaftet. Mit Hilfe von Blühstreifen oder auch blühenden Zwischenfrüchten bemühen wir uns um ein reichhaltiges Nahrungsangebot für Hummeln, Bienen und andere. Eine bunte Insektenwelt bedeutet ein Gleichgewicht zwischen „Schädlingen“ und „Nützlingen“ und kommt somit auch dem Gemüse zugute.

Saatgut und Jungpflanzen

Beim Saatgut für die direkt gesäten Kulturen verwenden wir zu 95% samenfeste Sorten von der Bingenheimer Saatgut AG oder von der Sativa aus der Schweiz. Einen kleineren Teil der Jungpflanzen ziehen wir selbst, überwiegend kommen sie von der Gärtnerei Natterer aus Vaihingen an der Enz.

Welches Gemüse wächst bei uns? 

Eine ganze Menge, aber in jeder Jahreszeit etwas Anderes. Im Winter trotzen Lauch, Rosenkohl und Grünkohl der Witterung und den Hasen und Rehen, oft gibt es noch Spinat und Feldsalat oder verschiedene Pflücksalate aus dem Folienhaus. Wichtiger aber ist, dass die Lager mit Wurzelgemüse, Kohl, Kartoffeln, Zwiebeln und Kürbissen gefüllt sind, die nach und nach verkauft werden.

 Irgendwann ist alles alle. Dann wird es draußen wieder grün und hoffentlich steht bald die erste Ernte von Salat, Kohlrabi, Fenchel, Radieschen, Brokkoli, Bundzwiebeln, Zuckererbsen oder den verschiedenen Kräutern an. Die genannten Kulturen und einiges mehr müssen laufend neu gesät oder gepflanzt werden, um dann auch kontinuierlich ernten zu können.

Wird es richtig warm, kommen Zucchini, Bohnen, Tomaten und Gurken dazu, gleichzeitig füllt sich der Acker mit den vielen Dingen, die dann ab Frühsommer bis in den Herbst hinein nach und nach reif und geerntet werden: Möhren, Rote Bete, Sellerie, Pastinaken, Lauch, Rotkohl, Weißkohl, Wirsing, Spitzkohl, Chinakohl, Kartoffeln, Mangold, Paprika, Kürbisse, Zwiebeln und und und. Werden im Oktober die Beete abgeerntet, wandert vieles davon wieder in das Gemüselager. Salate, Kohlrabi oder Blumenkohl gibt es bis weit in den November hinein. Da kommen dann noch die Herbstsalate, wie Endivien, Radicchio oder Zuckerhut dazu. 

Immer mal wieder macht uns die Witterung oder gefräßige Tierchen oder vielleicht auch die Planung oder etwas ganz anderes einen Strich durch die Rechnung und irgendetwas klappt nicht wie gehofft. Und gibt es dann auch nicht oder nur wenig.

Und wie bekommt man das?

Ein Teil des Gemüses wird an Küchen oder Wiederverkäufer vermarktet, teilweise auch verarbeitet in der Vorbereitungsküche.

In der Gärtnerei gibt es einen Gemüseverkauf zur Selbstbedienung. Ja, man darf wirklich zugreifen!!! Montag und Freitag wird neu bestückt, aber auch an den anderen Tagen schauen wir danach.

Direkt beliefern wir den Hofladen des Baumbachhof in Kleinvillars, das Grüne Blatt in Mühlacker und den Hofladen von Schmiders in Stein.

Jeden Freitag sind wir von 9 – 14 Uhr mit unserem vollständigen Sortiment auf dem Bauernmarkt in Pforzheim mit einem Stand vertreten. Dieser befindet sich vor dem alten Rathaus am östlichen Ende der Fußgängerzone!

Ergänzt durch ein etwas umfangreicheres Zukaufsortiment finden Sie uns außerdem auf dem Markt in Maulbronn an jedem Mittwoch von 8 bis 13 Uhr im Klosterhof. 

Der Grüne Bereich am Auenhof – sozialtherapeutische Arbeit mit Pflanzen und Tieren         

In Gärten können die Eigenschaften beobachtet werden, die allem Lebendigen Innewohnen: Wachsen werden vergehen. Pflanzen geben Einblick in die grundsätzlichen Lebensprinzipien, Lebensrhythmen und Vorgänge in der Natur. Hieraus kann ein therapeutischer und pädagogischer Nutzen gezogen werden. (aus Juliane Winkler Gartenbau als Methode in der Sozialen Arbeit mit Menschen mit Behinderung)

Um diese Abläufe selbst zu erfahren und zu verstehen ist es wichtig, dass der ganze Prozess, von der Aussaat einer Pflanze, über die Pflanzung und Kultivierung bis hin zur Ernte und zum eigenen Verzehr  erlebt wird. In der Sozialtherapie werden Menschen mit Assistenzbedarf begleitet, unterstützt und ausgebildet.

In einer Gärtnerei ist die Vielfalt an verschiedenen Tätigkeiten besonders groß, was durch den Jahreskreislauf noch verstärkt wird. So lassen sich die verschiedensten Fähigkeiten integrieren.

Ein festes Team kümmert sich um die Anzucht, Pflanzung,  Pflege und Ernte  von Kräutern.  Diese werden dann getrocknet und zu verschiedenen leckeren Tees verpackt.

In der Gemüseaufbereitung wird das Gemüse sortiert geputzt und gewaschen.

Das Freiland und die Folientunnel bieten viele verschiedene Lern- und Arbeitsfelder vor allem Pflanzen, Pflege und Ernte von verschiedenen Kulturen, aber auch Bodenbearbeitung wie fräsen rechen und umgraben.

Ein sehr wichtiger Bestandteil für viele unserer MitarbeiterInnen sind die Tiere. Die tägliche Versorgung der Laufenten und Hühner werden fast selbstständig von den Menschen mit Assistenzbedarf übernommen.

Begleitung und der Assistenzbedarf sind unterschiedlich. Viele der MitarbeiterInnen können nach einiger Zeit Aufgaben selbstständig übernehmen. Andere benötigen mehr Unterstützung und  geschütztere Aufgabenbereiche, wofür zum Beispiel der kleine Kräutergarten sehr geeignet ist. So kann Jede(r) nach seinen Fähigkeiten auch einen Teil zur Wirtschaftlichkeit des Betriebes beitragen.

Kontakt Gärtnerei:

gaertnerei(at)auenhof.org

gruenerbereich(at)auenhof.org

Mobil: 0171/7558896

Festnetz: 07237/4854644

FAX: 07237/485410