Eine Woche auf dem Auenhof

Wie fast allen fällt es uns Montagmorgens schwer aus den Federn zu kommen. Zwei stehen immer etwas früher  auf und bereiten das Frühstück vor. Einige rettet ein Kaffee vor dem erneuten Einschlafen. Nach dem Frühstück ist um 8.15 Uhr der Morgenkreis. Dort werden Neuigkeiten aus den Wohngruppen und aus den Werkstätten ausgetauscht. Der Morgenkreis ist nur am Montag. Sonst gehen wir gleich arbeiten.

Anschließend geht’s zur Arbeit in unsere Werkstätten. Mittags essen wir zusammen in der Wohngruppe. Nach kurzer Mittagspause geht es wieder zur Arbeit. Während der Arbeit gibt es die berufsbegleitenden Maßnahmen. Die machen sehr viel Spaß. Da gibt es zum Beispiel das Reiten, Kunst, Trommeln, Eurythmie, Jonglieren, Lesen und Schreiben oder den Sport. Für einige gibt es auch Krankengymnastik oder Logopädie.

Um 16.30 Uhr haben wir endlich Feierabend. Manche chillen und relaxen, andere Duschen oder wir kaufen fürs Abendbrot ein. Entweder geht ein Betreuer mit oder wir gehen selbständig. Manchmal müssen wir unsere Wohngruppe putzen.

Zwei sind dann fürs Abendbrot richten zuständig. Danach machen wir verschiedene Sachen. Wir hören Musik, quatschen, spielen, stricken, schauen Film, gehen spazieren oder Fahrrad fahren, basteln  und haben eine Menge Spaß miteinander. Manchmal gehen wir Schwimmen oder auch mal ins Theater. Es gibt abends feste Gruppen wie die Sportgruppe, Karate, Kunst, Tanzen oder Theater.

Und irgendwann heißt es dann „ ab ins Bett“, wir müssen am nächsten Tag ja wieder schaffe, schaffe Häusle baue. Nachts gibt es eine Nachtbereitschaft zu der wir im Notfall gehen können. Und dann klingelt in aller Frühe wieder der Wecker.

Zum Glück können wir am Wochenende ausschlafen. Da können wir uns mehr Zeit lassen. Samstags heißt es nach dem Frühstück: Putzen. Wir kochen am Wochenende unser Essen selbst. Wir unternehmen am Wochenende ziemlich viel. Wir machen Ausflüge mit dem Fahrrad oder zu Fuß, bei Schnee fahren wir Schlitten, wir gehen Schwimmen oder ins Kino oder machen einen Stadtbummel. Wir gehen Shoppen oder machen uns einen gemütlichen Tag.

Alle drei bis vier Wochen haben wir ein Heimfahrwochenende, an denen wir zu unseren Eltern fahren. Wie ihr euch denken könnt, ist es zu acht nicht immer einfach. Da tut eine kleine Auszeit ganz gut. Am Sonntagabend freuen wir uns dann wieder uns zu sehen und vom Wochenende zu erzählen.

Haus 4