SATZUNG des Auenhof Sozialtherapeutische Gemeinschaft e.V.

    Stand 4.11.12

§ 1    Name und Sitz des Vereins

Der Verein führt den Namen Auenhof Sozialtherapeutische Gemeinschaft e.V.

Er hat seinen Sitz in Neulingen-Bauschlott.

Der Verein wird in das Vereinsregister beim Amtsgericht Pforzheim eingetragen.

Das Geschäftsjahr des Vereins entspricht dem Kalenderjahr.

§ 2    Zweck des Vereins

Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige und mildtätige Zwecke im Sinne des Abschnitts „steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung. Der Satzungszweck kann auch dadurch verwirklicht werden, dass der Verein als Förderkörperschaft im Sinne des § 58 Nr. 1 AO tätig wird und seine Mittel anderen ebenfalls steuerbegünstigten Körperschaften und öffentlichen Einrichtungen zur Verwendung zu den in § 2 Abs. 3 genannten Zwecken zuwendet.

Ideelle Grundlage des Vereins ist das Menschen- und Weltverständnis der Anthroposophie und die daraus entwickelten methodischen Ansätze. Dabei soll die Pflege von Mensch, Erde und Kultur im Vordergrund stehen. Dem Vereinszweck liegt die UN-Konvention zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung in der Gesellschaft zugrunde: In den Bereichen Bildung, Leben und Arbeiten sollen behinderte Menschen gesellschaftlich gleichgestellt und gleichberechtigt sein.

Der Zweck des Vereins ist die ideelle und materielle  Förderung, Unterstützung und Betreuung von Menschen mit seelischer, körperlicher oder geistiger Behinderung, wie der Bewohner und Betreuten der Auenhof Wohn- und Werkstätten gemeinnützige GmbH in Neulingen-Bauschlott, bei deren Alltagsgestaltung, Tagesstrukturierung und Integration in die Gesellschaft, sowie die Förderung der Erziehung, Volks- und Berufliche Bildung.

Der Verein will auf die Gesellschaft einwirken, dass sie Verständnis für die behinderten Menschen und ihre Familien hat, die Teilhabe der behinderten Menschen an der Gesellschaft bejaht und fördert.

Der Satzungszweck wird insbesondere verwirklicht durch Projekt- und Forschungsarbeiten zur verbesserten Integration der Bewohner und Betreuten, Qualitätssicherung und –steigerung im Bereich der Behindertenhilfe, Durchführung von Freizeitaktivitäten, Übernahme von Patenschaften, Mithilfe bei der Organisation von Festen, Interessenvertretung in und vor verschiedenen Gremien, Aufklärung und Information der Gesellschaft, Beteiligung an der Öffentlichkeitsarbeit, sowie die Schaffung und Bereitstellung von Wohn- und Arbeitsstätten sowie von sonstigen Sachmitteln und materiellen Zuwendungen.

Für die Erfüllung dieser satzungsmäßigen Zwecke sollen geeignete Mittel durch Beiträge, Spenden, Zuschüsse und sonstige Zuwendungen eingesetzt werden. Die Bildung von Rücklagen ist nach Maßgabe der steuerlichen Vorschriften zulässig.

§ 3    Gemeinnützigkeit

Der Verein ist selbstlos tätig; er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.

Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder des Vereins erhalten in ihrer Eigenschaft als Mitglieder keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins.

Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck des Vereins fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.

Bei Auflösung oder Aufhebung des Vereins oder bei Wegfall steuerbegünstigter Zwecke fällt das Vermögen des Vereins an den Burghalde Heil- und Erziehungsinstitut für Seelenpflege-bedürftige Kinder Unterlengenhardt e.V., der es unmittelbar und ausschließlich für gemeinnützige oder mildtätige Zwecke im Sinne von § 2 zu verwenden hat. Sollte die Vermögensübertragung nicht möglich sein, fällt das Vermögen des Vereins an den Verband für anthroposophische Heilpädagogik, Sozialtherapie und soziale Arbeit e.V., der es ebenfalls unmittelbar und ausschließlich für gemeinnützige oder mildtätige Zwecke im Sinne von § 2 zu verwenden hat.

§ 4    Mitgliedschaft

Mitglied kann jede natürliche oder juristische Person werden, die bereit ist, die Ziele und Satzungszwecke des Vereins nachhaltig zu fördern.

Die Mitgliedschaft muss gegenüber dem Vorstand schriftlich beantragt werden. Über den Aufnahmeantrag entscheidet der Vorstand mit einfacher Stimmenmehrheit abschließend. Der Antragsteller erhält einen schriftlichen Bescheid über seinen Antrag. Der Vorstand ist nicht verpflichtet, Ablehnungsgründe mitzuteilen; ein Aufnahmeanspruch ist ausgeschlossen.

Die Mitgliedschaft endet

a) mit dem Tod (natürliche Person) oder der Auflösung (juristische Person) des Mitglieds,
b) durch freiwilligen Austritt (Kündigung),
c) durch Ausschluss aus dem Verein.

Gegebenenfalls bereits bezahlte Mitgliedsbeiträge werden in keinem Fall zurückerstattet. Ein Anspruch des Vereins auf rückständige Beitragsforderungen bleibt von der Beendigung der Mitgliedschaft unberührt.

Der freiwillige Austritt muss schriftlich gegenüber dem Vorstand erklärt werden. Er ist nur unter Einhaltung einer Frist von drei Monaten zum Ende eines Kalenderjahres möglich.

Der Ausschluss eines Mitglieds kann mit sofortiger Wirkung und aus wichtigem Grund dann ausgesprochen werden, wenn das Mitglied in schwerwiegender Weise gegen die Satzung, Beitrags- oder Geschäftsordnungen, den Satzungszweck oder die Vereinsinteressen verstösst. Über den Ausschluss eines Mitglieds entscheidet der Vorstand mit 2/3-Stimmenmehrheit. Der Vorstand hat dem betroffenen Mitglied vor der Beschlussfassung Gelegenheit zur Stellungnahme zu geben. Der Ausschließungsbeschluss wird dem Mitglied durch den Vorstand schriftlich mitgeteilt und mit dessen Zugang wirksam. Gegen den Ausschluss-Beschluss kann das Mitglied innerhalb eines Monats nach Zugang schriftlich Widerspruch erheben. Die endgültige Entscheidung obliegt dann der nächsten Mitgliederversammlung.

Von den Mitgliedern können Beiträge für die Deckung der Kosten und die Unterstützung der Arbeit des Vereins erhoben werden. Die Höhe des jeweiligen Jahresbeitrages und dessen Fälligkeit werden von der Mitgliederversammlung bestimmt.

§ 5    Organe des Vereins

Die Organe des Vereins sind:

a) die Mitgliederversammlung
b) der Vorstand.

§ 6    Mitgliederversammlung

Die ordentliche Mitgliederversammlung findet mindestens einmal pro Jahr statt. Ort und Zeit der Versammlung werden vom Vorstand bestimmt.

Eine außerordentliche Mitgliederversammlung kann durch den Vorstand einberufen werden, wenn er diese nach Lage der Verhältnisse für erforderlich hält. Sie muss vom Vorstand unverzüglich einberufen werden, wenn mindestens ein Drittel der Vereinsmitglieder dies unter Angabe der Gründe schriftlich beim Vorstand beantragt.

Die Einberufung erfolgt schriftlich oder per E-Mail durch den Vorstand unter Mitteilung der Tagesordnung und Wahrung einer Einladungsfrist von zwei Wochen. Die Frist beginnt mit dem auf die Absendung des Einladungsschreibens folgenden Tag. Das Einladungsschreiben gilt dem Mitglied als zugegangen, wenn es an die letzte vom Mitglied dem Verein schriftlich bekanntgegebene Adresse gerichtet ist. Die Einladung per E-Mail ist dann zulässig, wenn das einzelne Mitglied diesem vorher nicht schriftlich widerspricht und dem Verein seine E-Mail-Adresse mitgeteilt hat. Für die Aktualität und Erreichbarkeit dieser E-Mail-Adresse ist das Mitglied verantwortlich.

Anträge der Mitglieder zur Tagesordnung sind spätestens eine Woche vor der Mitgliederversammlung schriftlich beim Vereinsvorstand einzureichen. Diese nachträglich eingereichten Tagesordnungspunkte müssen den Mitgliedern spätestens zu Beginn der Mitgliederversammlung mitgeteilt werden. Nach Fristablauf sowie während der Mitgliederversammlung gestellte Anträge müssen auf die Tagesordnung gesetzt werden, wenn in der Mitgliederversammlung die Mehrheit der erschienenen stimmberechtigten Mitglieder der Behandlung der Anträge zustimmt (Dringlichkeitsanträge).

Die Versammlung leitet die/der Vorsitzende des Vorstands, bei ihrer/seiner Verhinderung ihre/seine Stellvertreter/in oder – sofern auch diese/dieser verhindert ist - ein anderes Vorstandsmitglied.

Die Mitgliederversammlung ist grundsätzlich ohne Rücksicht auf die Zahl der Anwesenden beschlussfähig, bei Auflösung des Vereins müssen jedoch mindestens die Hälfte der Mitglieder anwesend sind.

Für den Fall der Beschlussunfähigkeit muss der Vorsitzende innerhalb von 2 Monaten eine neue Mitgliederversammlung mit derselben Tagesordnung einberufen, die unabhängig von der Zahl der anwesenden Mitglieder beschlussfähig ist. Darauf ist in der Einladung hinzuweisen.

Beschlussfassung und Wahlen erfolgen grundsätzlich offen, es sei denn, dass von mindestens einem Mitglied eine geheime Abstimmung beantragt wird. Die Wahlen zum Vorstand erfolgen immer in schriftlicher geheimer Abstimmung. Bei der Beschlussfassung entscheidet die einfache Mehrheit der abgegebenen Stimmen, sofern diese Satzung keine anderen Mehrheiten vorschreibt.

Für Satzungsänderungen und Beschlüsse zur Auflösung des Vereins ist eine 3/4-Mehrheit der erschienenen Stimmberechtigten erforderlich.

Jedes Mitglied hat eine Stimme, die nur persönlich ausgeübt werden darf. Eine Stimmrechtsübertragung ist ausgeschlossen.

Stimmenthaltungen und ungültige Stimmen zählen als nicht abgegebene Stimmen. Bei Stimmengleichheit ist ein Antrag abgelehnt.

Bei Wahlen ist gewählt, wer mehr als die Hälfte der Stimmen der anwesenden stimmberechtigten Mitglieder erhalten hat. Wird eine solche Mehrheit bei der Wahl nicht erreicht, findet eine neue Wahl statt, bei der die einfache Stimmenmehrheit der abgegebenen Stimmen entscheidet. Bei Stimmengleichheit im zweiten Wahlgang entscheidet der Versammlungsleiter durch Ziehung eines Loses.

Die Beschlüsse der Mitgliederversammlung sind in ein schriftliches Protokoll aufzunehmen, das vom Versammlungsleiter und dem Protokollführer zu unterzeichnen ist. Die Mitglieder erhalten auf Anforderung eine Kopie des Protokolls.

Die Mitgliederversammlung ist ausschließlich für folgende Angelegenheiten zuständig:

a) Wahl und Abwahl des Vorstands und seine jährlich vorzunehmende Entlastung
b) Beschluss über Erhebung von Mitgliedsbeiträgen und deren Höhe
c) Entgegennahme und Feststellung des Jahresabschlusses
d) Änderung der Satzung
e) Auflösung des Vereins
f) Wahl eines Wirtschaftsprüfers.

In allen anderen Angelegenheiten kann die Mitgliederversammlung Empfehlungen an den Vorstand beschließen.

§ 7    Vorstand

Der Vorstand im Sinne des § 26 BGB besteht aus entweder drei oder fünf natürlichen Personen:

dem/der Vorsitzenden
dem/der stellvertretenden Vorsitzenden
sowie bis zu drei weiteren Vorstandsmitgliedern.

Besteht der Vorstand aus drei Personen, müssen davon zwei Arbeitnehmer des Vereins oder der Auenhof, Wohnen & Arbeiten gemeinnützige GmbH sein; besteht der Vorstand aus fünf Personen, müssen davon drei Arbeitnehmer des Vereins oder der Auenhof, Wohnen & Arbeiten gemeinnützige GmbH sein.

Je zwei Vorstandsmitglieder gemeinsam vertreten den Verein gerichtlich und außergerichtlich.

Der Vorstand wird durch Beschluss der Mitgliederversammlung gewählt. Die Dauer der Amtszeit beträgt 3 Jahre. Eine Wiederwahl ist unbegrenzt möglich. Nach Fristablauf bleiben die Vorstandsmitglieder bis zum Amtsantritt ihrer Nachfolger im Amt.

Scheidet ein Vorstandsmitglied vor Ablauf seiner/ihrer Wahlzeit aus, ist der Vorstand berechtigt, ein Ersatzmitglied zu berufen. Auf diese Weise bestimmte Vorstandsmitglieder bleiben bis zur nächsten Mitgliederversammlung im Amt.

Dem Vorstand obliegt die Führung der laufenden Geschäfte des Vereins. Er ist insbesondere verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses; der Jahresabschluss ist spätestens bis zum 30.06. des Folgejahres aufzustellen. Der Vorstand kann sich eine Geschäftsordnung geben und besondere Aufgaben unter seinen Mitgliedern verteilen oder Ausschüsse für deren Bearbeitung einsetzen.

Der Vorstand beschließt mit einfacher Stimmenmehrheit. Er ist beschlussfähig, wenn mindestens die Hälfte seiner Mitglieder anwesend sind. Bei Stimmengleichheit gilt der Antrag als abgelehnt. Enthaltungen zählen als nicht abgegebene Stimmen. Der Vorstand kann einstimmig eine Beschlussfassung im schriftlichen Umlaufverfahren beschließen.

Beschlüsse des Vorstands werden in einem Sitzungsprotokoll niedergelegt und von mindestens zwei vertretungsberechtigten Vorstandsmitgliedern unterzeichnet.

Die Haftung des Vorstands beschränkt sich auf Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit.

Der Vorstand kann sich für seine Tätigkeit eine angemessene Aufwandsentschädigung gewähren.

§ 8    Auflösung des Vereins

Die Auflösung des Vereins kann nur in einer ordnungsgemäß einberufenen Mitglieder-versammlung durch Beschluss mit der in § 6 geregelten Stimmenmehrheit erfolgen.

Als Liquidatoren werden die im Amt befindlichen vertretungsberechtigten Vorstandsmitglieder bestimmt, soweit die Mitgliederversammlung nichts anderes beschliesst.


Vorstehender Satzungsinhalt wurde von der Gründungsversammlung am 4.11.2012 beschlossen.